Whitepaper WTT Impact Canvas: Entwicklung und Pilotierung eines Canvas zur Darstellung der Wirkung von Transfermaßnahmen

Die Messung möglicher Effekte des Wissens- und Technologietransfers (WTT) als Teil der Dritten Mission hat eine hohe Relevanz, wenngleich nicht alles über reine Kennzahlen erfasst werden kann. Daher hat die Taskforce Wirkungsmessung des Innovation Hub 13 das WTT Impact Canvas erarbeitet und als Vorlage für Interessierte bereitgestellt. Die Idee zum WTT Impact Canvas beruht hierbei auf dem Business Model Canvas von Osterwalder
und Pigneur sowie dem Theory of Change Toolkit. Ähnlich zu diesen beiden Modellen
bildet das WTT Impact Canvas wichtige Aspekte von Transferaktivitäten klar strukturiert
und kompakt ab. Es hilft Beteiligten durch die Visualisierung dabei, über das Geplante und
Erreichte zu reflektieren, die Aktivitäten zu beschreiben und den Mehrwert für andere darzustellen sowie nach außen zu kommunizieren. Das vorliegende Whitepaper zum WTT
Impact Canvas beschreibt zunächst die Problematik der Erfassung von Transferaktivitäten
und deren Wirkung. Im Anschluss wird das Canvas selbst vorgestellt sowie die einzelnen
Felder beschrieben. Darüber hinaus zeichnen wir die unterschiedlichen Entwicklungsschritte des Canvas nach und zeigen anhand von Beispielen den möglichen Nutzen des
Canvas für Transferakteure auf. Ziel ist mittel- bis langfristig, das Canvas auch für die
Wirkungsmessung von WTT Aktivitäten außerhalb des Innovation Hub 13 bereitzustellen
und nutzbar zu machen.

Crowdfunding in Zeiten von COVID-19: Ein Geeignetes Finanzinstrument in der Krise?

Das Jahr 2020 wird uns allen in besonderer Erinnerung bleiben. Die sich schnell verbreitende Infektionskrankheit COVID-19 hat unser aller Leben plötzlich und unvorhersehbar verändert, sodass viele ums Überleben kämpfen, sowohl im direkten als auch im übertragenen Sinne des Wortes. Die weltweit wütende Corona-Pandemie hat einen negativen Einfluss auf zahlreiche Aspekte unseres privaten und beruflichen Lebens und ist für viele mit großen finanziellen Verlusten verbunden. In dieser historischen Krisensituation haben wir Crowdfunding als alternative Finanzierungsform näher betrachtet. Wir wollen erfahren, wie diese Finanzierungsform auf die ungewöhnliche soziale und wirtschaftliche Entwicklung reagiert und ob sie in Zeiten mit hoher Unsicherheit und finanzieller Instabilität einen Mehrwert für die Gesellschaft leisten kann. Hierzu haben wir im Zeitraum vom 8. Juli 2020 bis zum 17. August 2020 alle deutschen Crowdfunding-Plattformen (insgesamt 98) und alle dort online einsehbaren Crowdfunding-Kampagnen gesichtet und gezielt nach
Crowdfunding-Kampagnen mit einem Bezug zu COVID-19 gesucht.
Die erfassten Daten sollen einen Überblick darüber geben, wie die Crowdfunding-Welt in Deutschland auf die Pandemie reagiert hat. Es erfolgt allerdings keine Analyse,
wie diese Reaktion die restlichen Crowdfunding-Kampagnen ohne COVID-19 Bezug beeinflusst hat, und es soll auch kein Vergleich zwischen Kampagnen zur Bekämpfung
der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und allen übrigen Kampagnen ohne einen Bezug zu COVID-19 gezogen werden.
Die Daten wurden von Forscher*innen des Fachgebiets Entrepreneurship der TU Darmstadt und der Gruppe Innovationsfinanzierung des Fraunhofer IMW erfasst und ausgewertet. Im Folgenden finden Sie unsere wichtigsten Erkenntnisse.

Positionspapier Impact Crowdfunding

Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Förderung von wirkungsorientierten Sozialunternehmen, die gemeinsam mit Bürger:innen, Förderbanken, Stiftungen, der öffentlichen Hand und Unternehmen finanziert werden.

Advantages of crowd-based Instruments for Knowledge and Technology Transfer

The transfer of promising research results into new products, services and spin-offs that contribute to economic and social prosperity is still facing major challenges. For several decades, public actors have been promoting measures to strengthen knowledge and technology transfer (KTT) financially and structurally. This includes, for example, the establishment of transfer offices at research institutions (Hülsbeck et al. 2013), the setting up of start-up and funding programmes (Auerswald & Branscomb, 2003; Guerrero et al. 2014) and several adaptations of the legal framework (e.g. Bayh-Dole Act in the US; Mowery & Sambat 2004).

Studie zu Crowdfunding-Modellen in Sparkassen. Imageprojekt oder Finanzierungsmodell mit Ertrag und Zukunft?

Das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW in Leipzig erforschte im Auftrag der Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe e. V. die Bedeutung des Crowdfundings im Zusammenwirken mit dem Kreditgeschäft der Sparkassen. Von universitärer Seite unterstützt wurde das Projekt von Professor Dr. Carolin Bock vom Lehrstuhl für Entrepreneurship an der TU Darmstadt.

Democratising entrepreneurial finance: The impact of Initial Coin Offering (ICO) and crowdfunding. Contemporary Developments in Financing Innovations

Our article sheds light on two recent phenomena in the area of entrepreneurial financing, namely, crowdfunding and Initial Coin Offerings (ICOs). We investigate the main characteristics of the two alternative forms of entrepreneurial financing, their differences and coherences, reasons leading to their occurrence, their market relevance and legal aspects. Furthermore, we provide both an overview of the different motivations backers of the two phenomena have to support campaigns as well as the success factors for the campaigns. Due to their newness, both types are not devoid of risks and limitations which are also discussed. We state that crowdfunding and ICOs have many aspects in common and that a combination of both concepts may be optimal in their future development to overcome the current inefficiencies of crowdfunding or the shortcomings of ICOs. In summary, entrepreneurial financing is positively influenced by the two phenomena leading to a democratisation of financial possibilities for both entrepreneurs and backers.